
ohne namen
August 21, 2007Eine Installationsarbeit, die sich einerseits mit der Fragen des zeitlichen Einflusses auf
Bilder und andererseits mit den Erinnerungen zu einer Person auseinander setzt.
In einem alten Dachstock stehen ein Tisch und ein Regal voller Aktenschachteln, die durch den Schein einer Lampe erhellt werden. In den Schachteln befinden sich alte Bilder, die eine unbekannte Person in verschiedenen Lebzeiten zeigen. Der Betrachter setzt sich anhand dieser Bildfragmente eine individuelle Lebensgeschichte einer fiktiven Person zusammen. Durch das voyeuristische Handeln wird der Betrachter selbst zu einem physischen Teil der Arbeit.
Der Verlust von Daten hinterlässt nicht wieder
schliessbare Lücken in der eigenen oder fremden Lebensgeschichten. Nichts währt ewig. Wann ist eine Erinnerung weg? Wann sind Daten tot? Eine Arbeit, die sich mit den Fragen zur Archivierung von Zeit und Geschichte mittels Bilder auseinander setzt. Entstanden ist ein Konstrukt einer fiktiven Person, deren Existenz durch archivierte
Daten aus ihrem Leben glaubhaft wird.
Kathrin Litzko (cop. 2007)
Herzlichen Dank an Hr. Bieler, Staatsarchiv
Aarau Fr. Leuenberger, Zentralbibliothek Luzern
Hr. Würsten, Oberzolldirektion Bern Hr. Wyss,
Illona, Bahnhofs-WG

